PIRATEN Hochschulgruppe Göttingen

Ein besseres Studium

freier Zugang zur Bildung

Studiengebühren abschaffen

Wir sind der Meinung, dass Studiengebühren der Gesellschaft und Studierendenschaft mehr schaden als nützen. Sie grenzen sozial schlechter gestellte Menschen aus, die nicht in der Lage sind, sich die Gebühren für die Uni zu leisten und auch eine hohe Verschuldung, wie sie mit BAFöG und Studienkrediten einher gehen ablehnen. Zudem zwingen die Studiengebühren viele Studierenden neben den schon deutlich volleren Studienplänen zu umfangreicheren und damit zeitintensiveren Jobs, um ihr Studium zu finanzieren.

Master für alle Bachelor

Wir setzen uns dafür ein, dass ein jeder Bachelorabsolvent, der an seiner Hochschule den Masterstudiengang antreten möchte, auch diese Möglichkeit erhalten muss, unabhängig von der Note des Bachelor-Abschlusses – auch in dem Fall, dass zwischen Erhalt des Bachelor-Zeugnisses und dem Master-Antritt ein FSJ, FÖJ, Zivildienst, Pflichtwehrdienst (ist ja nur ausgesetzt), etc. liegt.

besserer Bachelor/Master

einheitliche Modulpläne

Wir setzen uns dafür ein, dass in Niedersachsen und Deutschland einheitliche Modulpläne geschaffen werden, die die Module eines Studiengangs definieren. Diese Modulpläne sollen ein ausreichendes Maß an Flexibilität bieten. Die Universitäten können dann ihre Veranstaltungen im Rahmen dieser Modulpläne anbieten, womit die Möglichkeit einer Vergleichbarkeit der Abschlüsse wiederhergestellt wird und zudem auch ein Wechsel zwischen den Hochschulen erleichtert wird.

praxisorientierter Bachelor, spezialisierter Master

Aktuell werden Bachelorabschlüsse in vielen Bereichen von der Wirtschaft wenig oder nicht anerkannt. Bachelorabsolventen werden hierbei meist auf Stellen für Masterabsolventen eingesetzt, jedoch mit deutlich geringerer Entlohnung. Wir setzen uns daher für einen praxisorientierten Bachelor und für einen spezialisierten Master ein. Im Master sollen dann, verschiedene Profile angeboten werden, bspw. forschungsorientierte, generalisierte oder praxisorientierte Profile. Hierdurch soll eine bessere Akzeptanz der Bachelor-Absolventen erzielt und eine gute Vorbereitung je nach späterem Berufsziel erreicht werden.

Einheitliches Vorlesungsmanagement

Wir möchten, dass alle Vorlesungen über das Stud.IP verwaltet werden.

Aktuell ist schon ein großer Teil der Vorlesungsunterlagen über das Stud.IP verwaltet, jedoch gibt es immer noch viele Veranstaltungen, die ihre Unterlagen über dedizierte Vorlesungshomepages verwalten. Diese Lehrstühle und Dozenten sollen dazu bewegt werden, ihre Veranstaltungen ebenfalls im Stud.IP zu verwalten. Studenten sollen nicht mehr 20 Seiten haben, wo sie nach Neuigkeiten suchen müssen, sondern an einem Ort, dem Vorlesungsverwaltungssystem Stud.IP, auf alle ihre Veranstaltungen zugreifen können.

Abbau von Bürokratie

Prüfungsämter

Speziell bei interdisziplinären Studiengängen kommt es immer wieder zu Problemen zwischen den Prüfungsämtern der Haupt- und Nebenfächer. Durch mangelnde Kommunikation werden Prüfungen nicht freigeschaltet und es bleibt an den Studenten hängen, sich mit den Studiendekanaten, Studienplanern und den Prüfungsämtern aller beteiligten Fakultäten und Institute herumzuschlagen, damit sie überhaupt in der Lage sind, ihren Studiengang zu studieren.

Universität

Insgesamt, ist für viele Studierende, die mit der Verwaltung der Uni zu tun haben es ein Graus. Durch oftmals parallele, redundante Verwaltungsstrukturen kommen auf Studierende oftmals hohe Aufwände zu, statt an einer Stelle vorbei zu gehen, oftmals 4 oder 5 Stellen behelligen zu müssen.

Open Access

Was ist Open Access?

„Open Access meint, dass diese [= die wissenschaftliche, Anm. d. Red.] Literatur kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sein sollte, so dass Interessierte die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren jenseits von denen, die mit dem Internet-Zugang selbst verbunden sind. In allen Fragen des Wiederabdrucks und der Verteilung und in allen Fragen des Copyright überhaupt sollte die einzige Einschränkung darin bestehen, den jeweiligen Autorinnen und Autoren Kontrolle über ihre Arbeit zu belassen und deren Recht zu sichern, dass ihre Arbeit angemessen anerkannt und zitiert wird.“ (Budapester Open Access Initiative)

Forschung und Wissenschaft ohne Barrieren

Forschung funktioniert am Besten, wenn die Forscher einen Zugang zu den Artikeln, wissenschaftlichen Arbeiten und Papers des Forschungsbereich haben. Leider erschweren heute rechtliche und finanzielle Barrieren den freien Zugriff auf diese Publikationen. Daher setzen wir uns dafür ein, dass wissenschaftliche Arbeiten per Open Access zur Verfügung gestellt werden, so dass langsam aber sicher diese Barrieren fallen.

Stärkung der Rechte der Studenten

Mitbestimmung der Studierendenschaft

Bei Durchführung von großen Investitionen muss die Studierendenschaft mit einbezogen werden, was Legitimation, Planung und Umsetzung dieser Projekte angeht, und zwar vor der Erteilung der Legitimation. Als Gegenbeispiel kann hier das Lernzentrum dienen.

Transparenz

Nur, wenn die Uni und Hochschulpolitik transparent ist, kann die Studierendenschaft deren Arbeit kritisch bewerten!

AStA

Die Arbeit und die Finanzen des AStAs müssen für die Studierenden transparent sein. Wir setzen uns dafür ein, dass der AStA möglichst vollständige Transparenz zeigt. Einzige Ausnahme der sehr zeitnahen bzw. sofortigen Transparenz sind laufende Verhandlungen, bspw. Semesterticket mit Bahngesellschaften, wo die Offenlegung von Details verschoben werden kann, bis die Verhandlungen abgeschlossen sind.

Hochschulpolitik

Die Hochschulgremien müssen teilweise transparenter für die Studierendenschaft werden. Wir setzen uns für die Vermeidung von geschlossenen Sitzungen ein, wir versuchen aus allen Gremien die Berichterstattung durch Logs, twitter & Co zu fördern, wir setzen uns für eine Abschaffung des Verbots von Bild-, Ton- und Videoaufnahmen bei den Sitzungen ein, sowie für eine Einrichtung von entweder einer LIVE-Übertragung oder einer Aufzeichnung der Tagungen der Gremien.

Hochschule

Auch die Hochschule nehmen wir von dieser Forderung nicht aus. Auch sie muss für die Studierenden transparent sein und die Studierenden in der Lage sein, zu erfahren, was mit ihren Mitteln passiert oder was sie erwartet.

Der AStA

Vernetzung der ASten

Wie halten eine engere Zusammenarbeit unseres AStAs mit anderen ASten für sehr wichtig. Nur so können oftmals universitätsübergreifende Reformen in Gang gesetzt und mit Nachdruck umgesetzt werden. Zudem kann unter Umständen in Kooperation mit anderen Hochschulen (bspw. PFH, FH, HAWK, etc.) durch die größere Anzahl hinter den Verhandlungen stehender Studierender eine bessere Verhandlungsposition mit den Verkehrsverbünden, usw. erzielt werden.

Realpolitik

Der AStA darf seinen Blick nicht vor der Realpolitik verschließen. Zwar hat Realpolitik auf den ersten Blick nichts mit der Hochschule und Hochschulpolitik zu tun, jedoch trügt dieser Blick. Reformen, Gesetze und politsche Entwicklungen auf Bundes- und Länderebene beeinflussen deutlich die Hochschulpolitik. So wirken sie zum einen auf die Rahmenparameter, nach denen die Hochschule selbst handeln muss, zudem beeinflusst es mitunter die Freiheiten und Rechte der Studierenden. Somit darf der Blick davor nicht verschlossen werden.

Förderung von kulturellen Angeboten

Wir wollen kein einseitiges kulturelles Angebot an kulturellen Veranstaltungen, dass nur aus Parties besteht. Dies soll auch ergänzt werden durch Konzerte, Theater, Musicals, Kleinkunst, Kabarett, Lesungen, Podiumsdiskussionen, etc.. Hierbei soll jedoch auch das Spektrum der Veranstaltungen weit gefächert bleiben.

Förderung des Interesses für Hochschulpolitik

Wir sind der Meinung, dass die Studierendenschaft für Hochschulpolitik mehr sensibilisiert werden muss, da es um ihr Studienumfeld geht. Jedes Jahr sehen wir bei den Wahlen immer wieder die Fragezeichen über den Köpfen, selbst wenn es um hochschulpolitische Ereignisse gehen, die sowohl die Lokalpresse lange Zeit betrafen, als auch die überregionale Presse. Somit muss das Interesse an hier gefördert werden.

Open Source

Outlook Web-Access

Änderung des Uni-Mail-Outlook Web-Access auf bspw. Squirrel-Mail oder andere OpenSource-Lösung, die vollständig kompatibel zu allen Betriebssystemen ist. Der Outlook Web-Access ermöglicht bspw. nur unter Verwendung von einem MS Internet Explorer vollständigen Funktionsumfang (bspw. E-Mail-Weiterleitungen)! Zudem könnten unter Umständen so Lizenzgebühren für die kommerzielle Lösung gespart werden.

freie Formate für Unterlagen

Vorlesungsunterlagen sollten möglichst in freien Formaten vorliegen, bspw. den OpenDocument-Formaten oder PDF statt in den proprietärer Word- und PowerPoint-Dokumente, etc.! Ebenso sollten die Lehrstühle sich bei jeder Vorlesung fragen, ob immer die Nutzung der kommerziellen Software das einzig Richtige ist. Auch hier ließen sich für Uni und Studierende eine Vielzahl an Lizenzgebühren sparen.

OpenSource statt kommerzieller Lösung

Es soll an der Uni möglichst immer geprüft werden, ob für den Einsatzzweck statt einer kommerziellen Lösung auch eine OpenSource-Lösung geeignet ist. Dies ermöglicht Einsparungen an der Uni, um die Lehre oder andere wichtige Projekte zu verbessern.

Datenschutz

Was ist mit dem Studentenausweis?

Jeder Student der Uni Göttingen hat seit mehreren Jahren einen Studentenausweis mit integriertem RFID-Chip. Wo liegen die Gefahren? Was ist alles auf dem Chip gespeichert? Wie hoch ist das Missbrauchspotential?

Kameraüberwachung an der Uni?

Inzwischen sind viele Kameras an der Uni zu finden. Überwachungskameras auf Fluren, Kameras an und auf Gebäuden, Kameras in Hörsäälen. Wo gibt es überall Kameras? Sind sie alle berechtigt? Gibt es unbekannte Kameras?

Welche Daten werden über die Studierenden erfasst?

Eine Sache, die fast kein Student wirklich erfährt ist die Menge an Daten die über ihn vom Studentenwerk und der Uni gespeichert werden. Hier wollen wir aufklären.

Datensparsamkeit

Wir wollen die Studenten zur Datensparsamkeit sensibilisieren, sei es in Social Networks, sei es auf öffentlichen Seiten in Uni-Systemen oder im Alltag. Wir wollen über Gefahren von Datenfreizügigkeit informieren und den Studenten die Möglichkeit geben, selbst über den Grad an Freizügigkeit mit ihren Daten entscheiden zu lassen.

Weiteres

Die Bequemlichkeit eines „Single Sign-on“ mit gleichem Passwort für alle Uni-Systeme von E-Mail bis FlexNow sollte zumindest in Frage gestellt werden. Auch über die oben genannten Punkte hinaus, haben wir offene Augen und Ohren für Probleme mit dem Datenschutz und werden diese so gut angehen, wie es geht, mit Informationsveranstaltungen, Initiativen zur Beseitigung, etc.

(Quelle: http://wiki.piratenpartei.de/HSG:G%C3%B6ttingen#Allgemeine_Informationen)

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